Vom Drachensee durch weite Laubwälder in die hügelige Graslandschaft vor Garnea

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4.7.2022

Heute bringe ich den ersten Cappuccino des Morgens zu Bernd ans Zelt, ein Service den er zu schätzen weiß!

Schließlich brechen wir auf und gelangen an mächtigen Linden und beeindruckenden Hainbuchen vorbei zu einem großen, natürlichen Steinbogen, direkt über der Nera. Vom hohen Ufer des Baches erhalten wir tolle Aussichten über die dicht bewaldete Schlucht.

Schließlich erreichen wir den Lacul Dracului, den Drachensee, ein kleines 15 Meter tiefes, tintenfarbenes Gewässer in dessen glasklarem Wasser sich die hellen Felsen spiegeln.

Schließlich holen wir die Rucksäcke aus dem Lager und steigen 150 Meter bergauf zu einem Plateau. Am Rande eines älteren Kahlschlags sind alle älteren Buchen vertrocknet, aber Linden und andere Bäume sind vital. Hier am trockenheitsbedingten Rand der Buchenverbreitung ist das kühl-feuchte Waldinnenklima entscheidend für die Buche, was sich in den Trockenjahren ja auch in Deutschland als extrem wichtig erwiesen hat.

Es ist wieder sehr heiß, daher kommt es gerade passend, dass wir vor einem Laden etwas trinken und Eis essen können, als wir Carbunari erreichen. Als wir durch den Ort laufen, schließen sich uns zwei Hunde an, von denen der Kleinere bald zurück bleibt. Der Wald besteht jetzt überwiegend aus mittelalten Buchenbeständen mit vielen Mischbaumarten, auch Wildbirnen und Elsbeeren. Zwei einfache Schlepper ziehen Brennholz aus einer Durchforstung zu einem Lagerplatz.

Schließlich gelangen wir aus dem Wald in eine weitläufige Hügellandschaft mit hohem Gras, Gebüschen und einzelnen Baumgruppen. Es wimmelt hier von Grashüpfern.

Gegen 18 Uhr lassen wir uns im Schatten einiger Zerreichen nieder, hören Wachteln, Wendehälsen und Neuntötern zu, sehen zwei Hirschkäfer und einen metallisch schimmernden Bockkäfer, kochen Nudeln und genießen eine Flasche Rotwein, aus dem Laden von heute Mittag. „Unser“ Hund lässt sich friedlich bei uns nieder und ist glücklich , dass er auch etwas vom Essen abbekommt. Im Sonnenuntergang schlagen wir unser Lager auf einem grasigen Hügel mit tollem Überblick über die Graslandschaft auf, aus der sogar ein Wachtelkönig ruft. Es ist so angenehm, dass ich die letzte Wandernacht dieser Tour unter Sternenzelt und Mondsichel verbringe,  auch wenn einige Mücken nerven.


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