30.10.2021 Tag 227 Von Göttingen in den Bramwald

Teile mit anderen:

Nachdem wir Abend und Morgen im Hotel genossen haben, machen wir uns erst recht spät wieder auf den Weg. Zunächst wandern wir überwiegend auf Radwegen, die einer ehemaligen Bahntrasse folgen. Vor Dransfeld gelangen wir in einen schönen Wald mit zahlreichen Laubbaumarten. Dieser Genossenschaftswald wurde in der Vergangenheit als Mittelwald bewirtschaftet, das heißt, etwa alle 20 Jahre wurde der Bestand kahl geschlagen und die Bäume schlugen anschließend aus den Stümpfen wieder aus. Daneben hat man eine Anzahl stärkerer Eichen stehen gelassen, die als Bauholz genutzt werden sollten. Ein sehr schöner, vielfältiger Wald!

Nachdem wir in Dransfeld eingekauft haben, treffen wir Pia Westermann aus Oedelsheim, die mich angeschrieben hatte und den Nachmittag mit uns wandern möchte. Am Schloss Löwenhagen vorbei gelangen wir auf schönen Pfaden entlang des Baches Nieme in den Bramwald, der hier überwiegend von Buchen geprägt wird, in die etliche alte Eichen eingemischt sind. Leider ist der Höhepunkt der Laubfärbung bereits vorbei und viele Buchenblätter haben bereits einen braunen Farbton angenommen. Es gibt aber auch noch komplett grüne Blätter. Wir essen Kuchen zusammen, den Pia netterweise für uns gebacken hatte, und schlagen schließlich in einem alten Buchenwald unser Lager auf. 

Auf Radwegen aus Göttingen
Ein toller, ehemaliger Mittelwald
Die Buchenblätter verfärben sich in unterschiedlicher Geschwindigkeit
Spitzahornblatt
Apfelernte
Wir wandern mit Pia Westermann weiter
Hagebutten, die Früchte der Heckenrose
Schloss Löwenhagen
Rubinrote Brombeerblätter
Die Eiche wächst an einer Weißtanne
Vor schöner Hainbuche
An der Nieme
Begegnung mit einem Imker
Blätterflug


Teile mit anderen:

2 Gedanken zu „30.10.2021 Tag 227 Von Göttingen in den Bramwald

  • 30. Oktober 2021 um 22:41
    Permalink

    Lieber Herr Klamer,

    von Beginn an verfolge ich Ihren Blog – und bevor Sie wieder in Marburg eintreffen, will ich mich zumindest einmal gemeldet haben!

    Ihre Berichte haben mir sehr viel gebracht – einmal in „emotionaler Hinsicht“: Denn in vielen der von Ihnen beschriebenen Wäldern habe auch ich mich bereits herumgetrieben – viele schöne Erinnerungen stiegen auf! Auch manche der von Ihnen jetzt durchwanderten Waldgebiete, die ich bisher nicht kennenlernen konnte, berührten mich aufgrund Ihrer Beschreibungen und der Fotos derart, dass ich vieles daransetzen werde, sie ebenfalls persönlich zu erleben.

    Aber auch in fachlicher Hinsicht waren Ihre Beschreibungen hochinteressant! Obwohl ich mit „dem Forst“ seit meiner Jugend viel zu tun habe und gewisse Kenntnisse vorhanden sind, habe ich noch sehr viel Neues erfahren. Ich habe mir aus Ihren Berichten (die ich alle gelesen habe!) immer wieder Textpassagen und Bilder mit Aspekten herauskopiert, die für mich neu waren – die entstandene Word-Datei hat mittlerweile über 30 MB …

    Wahrscheinlich wird mir etwas fehlen, wenn Ihre „Tagesberichte“ mit dem Ende der Wanderung ausbleiben. Ich habe in den letzten Tagen insbesondere Ihre Bemerkungen zum Maschineneinsatz im Wald noch einmal nachgelesen. Aktuell bin ich dabei, sie zu „komprimieren“ und mit eigenen Eindrücken und Haltungen zu ergänzen. In einigen Tagen werde ich Ihnen einen kurzen thesenartigen Text zumailen, den Sie bei Bedarf (gerne auch überarbeitet) auf Ihre Homepage stellen können. Dieses erstens, weil Sie im Rahmen Ihrer Tour so viele interessante Forstpraktiker/innen und Wissenschaftler/innen zusammengebracht haben, dass ein angestoßener Meinungsaustausch unter diesen Fachleuten vielleicht nicht ganz folgenlos bleibt? Und zweitens will ich – wenn Reaktionen eingehen sollten – doch auch nach Beendigung Ihres Unternehmens weiterhin Neues und Interessantes auf Ihrer Seite finden!

    Auch ich werde Sie am 8. November hier in Marburg empfangen – es grüßt Sie bis dahin

    Uwe Krüger

    Antwort
    • 1. November 2021 um 9:04
      Permalink

      Hallo Herr Krüger,

      sehr schön! Natürlich wird es hier auch nach Ende der Wanderung weiter gehen, und in diesem Zusammenhang freue ich mich sehr auf Ihren Gastbeitrag, und natürlich auch, wenn Sie am achten November dabei sind!

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert